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Über Uns

“Die Röstburg – neues, umfangreicheres
Konzept, gleicher Kaffee!”

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Siegburg.

Aus dem Cofi Loco wird die Röstburg.

Siegburg. Aus dem Cofi Loco wird die Röstburg. Wieso, was sich ändert, was bleibt und was wiederkommt, haben wir im Gespräch mit dem neuen Pächter Robert Gerstner (rechts) und Vorbesitzer Uwe Prommer (links) in Erfahrung gebracht.

Beginnen wir bei der Frage, warum sich Prommer aus dem Gastronomiebetrieb zurückzieht. „Ich möchte mich auf das Rösten und den Vertrieb des Kaffees konzentrieren“, erzählt das Urgestein der Siegburger Ausgehkultur. Das Cofi Loco gründete der Liebhaber des koffeinhaltigen Heißgetränks 2018 im ehemaligen Hotel Felders am Europaplatz. Nach der Prämierung der Bohne in der Pfand-Vakuumflasche durch das Publikum des Trendtags Glas in München 2021 und der Präsentation der Innovation im Pro7-Wissenschaftsmagazin „Galileo“ stieg die Nachfrage rasant an. Die wiederverwertbare Verpackung ist der letzte, logische Schritt in der Kette aus ökologischem Anbau und fairem Handel.

Als der Entschluss zur Weitergabe des Cafés gefallen war, hatte Prommer große Pläne, wollte, auch mit Hilfe von siegburgaktuell, einen Nachfolger suchen – und finden. Doch zunächst behalf er sich mit einer im Verkaufsraum platzierten Tafel, auf der er inserierte. Und hier kommt Gerstner, gelernter Gastronom, ins Spiel.

Sein Schwiegervater ist seit dem ersten Tag Stammgast im Cofi Loco. „Als er die Ausschreibung sah, schickte er mir ein Foto davon, versehen mit dem Kommentar, dass das genau das richtige für mich sei.“ Gerstner kontaktierte Prommer, die beiden fanden schnell heraus, dass sie auf einer Wellenlänge unterwegs sind. Zum 1. April übernahm „der Neue“ den Betrieb, „der Alte“ verließ die letzte Räumlichkeit einen Monat später. Geblieben ist das Team, für das Gerstner auf weitere Verstärkung hofft. „Hier hat Corona deutliche Spuren hinterlassen“, bedauert Prommer.

Als erste Amtshandlung verlängerte Gerstner die Öffnungszeiten, schließt die Tür jeden Morgen – außer sonntags – bereits um 7 Uhr auf und um 18 Uhr wieder ab. Wer mag, erhält Frühstück. Hier kooperiert die Röstburg – ein Namensspiel aus der jüngsten Historie des Hauses und dem Stadtnamen – mit dem benachbarten Koncept Hotel H2O. Perspektivisch soll auch ein Mittagessen angeboten werden, „eine gesunde Alternative zum vorherrschenden Angebot rund um den Bahnhof“. Ansonsten wird das bewährte Konzept fortgesetzt. „Cofi Loco ist der Kaffee, für den wir leben“, verspricht Gerstner. Selbst geröstet wird weiterhin am Europlatz. Allerdings in kleinerem Umfang, in einem „Rolling Roaster“. „Den Prozess überwachen wir zentral“, erläutert Prommer. „Die Röstburg wird quasi unser Röstereiausschank“.

Gerstner wird die Caféfläche, die zuletzt zugunsten des Röstofens und der Verwaltung stark verkleinert werden musste, wieder in ihre ursprüngliche Größe überführen. Der Raum, in dem bislang die Bohnen ihr Aroma erhielten, wird als „Alte Rösterei“ geführt, außerdem kann man im „Historischen Spiegelsaal“ Zeitung lesen oder im freien W-LAN surfen. Altbewährte Veranstaltungsreihen sollen wieder aufgenommen werden, mit Paul Remmel wird derzeit ein Konzept für Lesungen erarbeitet, auch Konzerte sollen wieder stattfinden. Darüber hinaus eröffnet die Vielzahl der Räume die Möglichkeit, diese für private Feiern oder auch Fremdveranstaltungen zu vermieten.

Bleibt eine letzte Frage, gerichtet an Gerstner. „Bleibt dir dein Schwiegervater als Stammgast erhalten?“ „Nein“, antwortet dieser lachend. „Er wird meinen Weg als Mitarbeiter und Mentor begleiten.“
Quelle Artikel: siegburg.de